Legiano 1 ist ein innovatives Quartierprojekt im Herzen von Zürich, das seit Jahren als Vorreiter für urbanen Wohnraum und ökologische Nachhaltigkeit gilt. Entwickelt im Rahmen der Stadtplanung Zürichs, kombiniert das Projekt traditionelle Wohnkultur mit modernster Infrastruktur – und setzt dabei auf eine klare Vision: Wohnen, die Umwelt schützen und die Lebensqualität für die Anwohner:innen steigern. Doch wie genau funktioniert dieses Modell, und warum ist es ein Vorbild für ganz Europa? Die Antworten liegen in einer Mischung aus urbaner Dichte, erneuerbaren Energien und sozialer Integration.
Das Projekt Legiano 1 entstand in den 1990er-Jahren als Teil des Umbaus des ehemaligen Militärgeländes am Zürichsee. Ursprünglich als Wohnviertel für junge Familien konzipiert, wurde es später zu einem Labor für nachhaltige Stadtentwicklung ausgebaut. Heute umfasst es rund 2'500 Wohnungen in einem Mix aus Mehrfamilienhäusern, Reihenhäusern und kleinen Wohnanlagen. Besonders beeindruckend ist die Integration von Grünflächen: Jedes Haus hat einen eigenen Garten, und in der Mitte des Viertels steht ein zentraler Park mit Spielplätzen und Gemeinschaftsräumen. Diese Mischung aus privater und öffentlicher Grünfläche reduziert den Flächenverbrauch und schafft gleichzeitig Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
Ein zentraler Baustein von Legiano 1 ist die Energieautarkie. Alle Wohngebäude sind mit Wärmepumpen und Solarenergie ausgestattet, die bis zu 60 Prozent des Energiebedarfs decken. Überschüssige Energie wird ins Netz eingespeist, und ein gemeinsames Energiekonzept sorgt dafür, dass die Anwohner:innen von den Ersparnissen profitieren. Zudem wurden alle Gebäude mit Regenwassersystemen ausgestattet, die das Abwasser aufbereiten und für die Bewässerung der Grünflächen wiederverwenden. Diese Maßnahmen sparen nicht nur Ressourcen, sondern senken auch die Betriebskosten für die Mieter:innen deutlich. Studien zeigen, dass Haushalte in nachhaltigen Projekten wie Legiano 1 durchschnittlich bis zu 20 Prozent weniger für Energie ausgeben.
- Rund 2'500 Wohnungen in einem Mix aus Mehrfamilienhäusern und kleinen Wohnanlagen
- Bis zu 60 Prozent des Energiebedarfs durch Solarenergie und Wärmepumpen gedeckt
- Jedes Haus verfügt über einen eigenen Garten, insgesamt 15 Hektar Grünfläche im Quartier
- Regenwassermanagement reduziert den Wasserverbrauch um über 40 Prozent
- Gemeinschaftsräume und Spielplätze fördern soziale Interaktion und Nachbarschaftsgefühl
Doch Legiano 1 ist nicht nur ein ökologisches Projekt – es ist auch ein soziales. Durch die Mischung aus verschiedenen Haushalten und Altersgruppen entsteht eine lebendige Gemeinschaft. Die Stadt Zürich fördert dies mit regelmäßigen Veranstaltungen, bei denen Anwohner:innen sich austauschen und gemeinsam gestalten können. Besonders gelobt wird das Konzept der "Nachbarschaftsräume", in denen sich Mieter:innen über die Hausmeisterdienste, Reparaturen oder auch über die Organisation von Festivals organisieren. Diese Selbstverwaltung macht Legiano 1 zu einem Modell, das zeigt, wie Wohnen und Gemeinschaft Hand in Hand gehen können. Experten wie die Zürcher Stadtplanerin Anja Müller betonen, dass solche Projekte langfristig die Akzeptanz für dichtere Stadtentwicklung steigern.
Ein weiteres Highlight von Legiano 1 ist die Integration von Arbeitsplätzen. Viele der Gebäude verfügen über eigene Büros und Co-Working-Spaces, die Anwohner:innen und Pendler:innen anziehen. Dadurch entsteht ein dynamisches Viertel, das nicht nur Wohnen, sondern auch Wirtschaft und Kultur verbindet. Die Nähe zur Universität Zürich und zu den öffentlichen Verkehrsmitteln macht Legiano 1 zudem besonders attraktiv für junge Familien und Berufstätige. Die Kombination aus Wohnraum, Grünflächen und Arbeitsplätzen macht es zu einem der besten Beispiele für urbanen Wohnraum in der Schweiz – und ein Vorbild für Städte, die nachhaltige Entwicklung vorantreiben wollen. hier klicken, um mehr über die aktuellen Projekte und Initiativen zu erfahren.